AI eating memory

KI verschlingt die verfügbare Speicherkapazität



Anfang dieses Monats traf sich die Speicherindustrie in Santa Clara anlässlich der Future of Memory and Storage (FMS) 2026. Wir waren das erste Mal als Aussteller dabei und konnten viele spannende Gespräche führen und neue Kontakte knüpfen.


Wenig überraschend drehte sich jedoch nahezu alles um ein Thema: KI und ihren enormen Einfluss auf den Speicher- und Storage-Markt.


KI-Technologien ziehen in immer weitere Bereiche unseres Alltags ein und treiben die Nachfrage nach Speicherlösungen weiter an. Analysten sehen derzeit kein Ende des aktuellen Superzyklus im Speichermarkt und korrigieren ihre Prognosen regelmäßig nach oben. Der aktuelle NAND-Marktausblick von Counterpoint bestätigt diesen Trend.


Es gab in diesem Monat aber auch positive Nachrichten: SK Hynix, Nanya und Winbond haben den Bau neuer Fabriken angekündigt. Allerdings werden diese frühestens Ende 2028 oder Anfang 2029 die Produktion aufnehmen und können die kurzfristigen Engpässe daher nicht entschärfen. Zudem fließen die Investitionen vor allem in neue Speichertechnologien. Damit gerät ein bisher selbstverständlicher Aspekt der Branche ins Wanken: Legacy-Speicher werden langfristig verfügbar und kostengünstig bleiben.


Genau über diese Entwicklung sprechen Nick Florous und Nick Urbano in unserem Podcast „Talking Memory with Nick & Nick“. Falls Sie noch nicht reingehört haben, lohnt sich ein Blick beziehungsweise ein Ohr in die aktuelle Folge.


Natürlich möchten wir nicht nur Informationen mit Ihnen teilen, sondern auch Ihre Meinung hören: Wie wirkt sich die aktuelle Marktsituation auf Ihr Unternehmen aus? Welche Herausforderungen beschäftigen Sie derzeit am meisten? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns. Wie genau, das erfahren Sie weiter unten.


Wir freuen uns auf Ihr Feedback!


48 % aller NANDs fließen in Enterprise-SSDs


KI ist inzwischen der maßgebliche Treiber der NAND-Nachfrage. Laut Counterpoint entfielen im zweiten Quartal 2026 bereits 48 % aller weltweit ausgelieferten NAND-Bits auf Enterprise-SSDs für KI-Inferenz. Vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei 26 %.

Bis Ende des Jahres sollen Server-SSDs sogar mehr als die Hälfte aller produzierten NAND-Bits beanspruchen. Die Folge: Rekordpreise im Consumer-Bereich. Zudem hat Samsung die NAND-Produktion zugunsten margenstärkerer DRAM-Produkte reduziert. Davon profitierte unter anderem YMTC, das dadurch in die Top drei der NAND-Anbieter aufsteigen konnte.


Mehr dazu hier.

Server-Led eSSDs Hit 48% of NAND Shipments

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